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Viele Bürger nutzten am 11. Mai
die Möglichkeit, um im Rahmen der „8. Langen Nacht der Museen“ die geöffneten
kulturellen Einrichtungen in 13 Orten unserer Region zu besichtigen. Allein 128
Besucher konnten durch Dr. Friedel Schneider und Frau Hannelore in der
ethnologischen Sammlung der Familie im Ausbau Beerfelde begrüßt werden.
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Für manche war es der erste
Besuch, für andere war es lohnenswert mit Freunden und Bekannten diese
Ausstellung noch einmal gemeinsam zu genießen. Die Gäste kamen u.a. aus
Fürstenwalde, Berlin, Storkow, Hangelsberg, Frankfurt (Oder), Rathenow oder aus
den umliegenden Orten. Familie Hollatz aus Woltersdorf besuchte das erste Mal
die Ausstellung und war beeindruckt von der Vielzahl der Exponate und der
Herzlichkeit der Gastgeber. Ebenso begeistert verließen alle anderen Besucher
diese Ausstellung.
Sie waren beeindruckt von der
Vielfältigkeit der gesamten Sammlung: - von Brauchtum - über Friedrich den
Großen - bis hin nach Afrika. Die beeindruckende Fülle der Exponate von
Kuriositäten und tatsächlichen Raritäten zog die Besucher in ihren Bann. Die
Gäste genossen auch die Atmosphäre auf dem gepflegten Freigelände, nahmen dort
einen Imbiss zu sich oder wandelten vorbei an Roller, Fahrrad, Motorrad zu den
Landmaschinen und nutzten die Möglichkeit zu einer kleinen Tour mit dem Traktor.
Von „Überwältigend!“ bis „Wahnsinnig!“ waren die Dankesworte an die Gastgeber
beim Abschied verbunden mit dem Wunsch, diese Einrichtung noch stärker der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Familie Schneider hatte sich gründlich auf diesen Tag
vorbereitet. Freunde, Enkeltochter mit Freundinnen aus dem Gymnasium nahmen die
Gäste in Empfang und boten einen kleinen Imbiss an. Dr. Friedel Schneider und
Ehefrau Hannelore führten unermüdlich die Gäste durch die Ausstellungsräume und
beantworteten viele Fragen der Zuhörer. Extra für diesen Tag hatte der
befreundete Konzertflötist Hans-Jürgen Pincus (aus dem norddeutschen Wedel)
Flötenmusik auf einer CD eingespielt, wie sie am Hofe Friedrich des Großen in
Sanssouci zur Zeit des Königs gespielt wurde. Diese Flötenklänge untermalten die
Ausführungen der Gastgeber im Ausstellungsraum. |
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Prima
war die Idee, in der Ausstellung des Schuhmacherhandwerks einen ehemaligen
Gesellen über die Arbeit in der Schusterei Klaus (Lindenstraße) erzählen zu
lassen. Für die Besucher war es interessant, in Wort und Bild von dem Zeitzeugen
Egon Knobel (Rauen) über die Lehr- und Gesellenzeit informiert zu werden und
mehr über die Arbeitsweise in der Schuhmacherwerkstatt zu erfahren.
Familie Schneider bedankt sich für das große Interesse und die positive Resonanz
der Besucher sowie für die Unterstützung und Hilfe der Freunde bei der Umsetzung
dieses erlebnisreichen Tages.
Klaus – Dieter Pooch
(Text und Fotos) |
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Chile, Argentinien, Brasilien
sind einige der Länder in Südamerika, die zu den natürlichen Brutgebieten der
Schwarzhalsschwäne gehören. Seit Ende Februar bereichert ein Paar dieser schönen
Entenvögel auch unseren Ort. Sie werden gegenwärtig auf dem kleinen Dorfteich
gegenüber dem „Sonnenhof“ angesiedelt.

Für die Einwohner immer ein Anlass, auf dem Spaziergang zu verharren und den
anmutigen Tieren zuzusehen, wie sie ihre Runden auf dem Teich ziehen. Unsere
Schwarzhalsschwäne werden in der Eingewöhnungsphase liebevoll von Familie
Strauss betreut und erfreuen sicherlich die Gemüter der Beerfelder. Das war auch
das Anliegen des Ortsbeirates. Deshalb wurde ein
kleiner Teil des Preisgeldes aus dem Kreiswettbewerb
„Unser Dorf hat Zukunft“ für die Anschaffung dieser Tiere bereitgestellt und
somit ein weiterer Beitrag zur Gestaltung der Atmosphäre in unserem Ort
geschaffen. Natürlich sind die Schwäne kein Import aus Südamerika, aber sie
bringen einen Hauch aus ihrem Ursprungsland mit in unseren Ort. Herr Wittig und
Herr Puhlmann haben das Pärchen aus Treppendorf in Thüringen (zwischen Weimar
und Rudolstadt) geholt und hoffen, damit einen neuen Anziehungspunkt für die
Erwachsenen und Kinder geschaffen zu haben. Sicherlich werden die Bewohner
unseres Dorfes viel Freude an den Tieren haben.
Unsere Einwohner haben sich in der zurückliegenden Zeit dem Aufruf „Unser Dorf
soll blühen“ aktiv beteiligt. Es wurden auf den Grünstreifen und Angerflächen
nicht nur Frühblüher gesteckt, sonder auch die Hauseingänge mit Blumenkübeln
bzw. –schalen verschönert. Die Flächen und Straßen bieten allen Besuchern einen
sauberen und gepflegten Eindruck Dafür gebührt allen Einwohnern Dank verbunden
mit dem Wunsch, auch weiterhin aktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Als Sieger
des Kreiswettbewerbs haben wir die notwendige Antragstellung für den
Landeswettbewerb 2012 „Unser Dorf hat Zukunft“ eingereicht. Die Bewertungsgruppe
der Landesregierung Brandenburg wird im August die 16 teilnehmenden Orte
bereisen und bewerten. Beerfelde wird am 20. August in Augenschein genommen und
wir hoffen, dass wir uns gut präsentieren können.
Klaus – Dieter Pooch
(Text und Foto) |
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Das neue Jahr
war gerade mal wenige Tage alt, und die meisten der Weihnachtsbäume von 2011
standen noch in voller Pracht in den Beerfelder Wohnstuben, als hier schon zu
lesen war, wann im nächsten Jahr die Weihnachtsbaumverbrennung stattfinden soll.
Diesen Termin sollte man sich schon mal vormerken; denn egal, wie dann das
Wetter sein wird, es wird bestimmt, wie alle Jahre zuvor und wie auch in diesem
Jahr, wieder ein fröhliches und geselliges Treffen der Beerfelder Bevölkerung am
Barschpfuhl.
Einen Nadelbaum
zur Weihnachtszeit
als Weihnachtsbaum oder je nach
Region auch als Christ- oder Tannenbaum in Kirchen,
Wohnungen und in Ortschaften aufzustellen und mit Lichterketten, Kerzen,
Glaskugeln, Lametta,
Engeln oder anderen Figuren zu schmücken, ist urdeutsches Brauchtum, allerdings
ohne historisch nachweisbaren Anfang. Es ist jedoch bekannt, dass dieser
Weihnachtsbrauch sich
im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über die ganze Welt verbreitete.
Wer aber hatte die
geniale Idee, dass man die Bäume, nachdem sie in der dunklen Jahreszeit unsere
Wohnungen geschmückt, unser Gemüt erwärmt und die Herzen erhellt hatten, nicht
achtlos der Müllentsorgung überantwortet oder wie in Schweden an einem ganz
bestimmten Tag nach Weihnachten einfach aus dem Fenster wirft, sondern sie an
einer zentralen Stelle im Ort feierlich verbrennt? Was ist wohl die Faszination
dieses eigentlich traurigen Anlasses, dass man mit der noch frischen Erinnerung
an die diesjährige Baumverbrennung, schon auf die nächste freuen kann? |
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Unbeeindruckt
von solcherlei Fragen und auch nicht von der an diesem Tag gewiss interessanten
Sportschau zurückgehalten zogen am zweiten Sonnabend des neuen Jahres die
Beerfelder mit Kind und Kegel und einem Weihnachtsbaum im Schlepptau zu
Barschpfuhl. Es sollen etwa 150 Leute gewesen sein. Das hatte ein gewissenhafter
Mitbürger nachgezählt. |
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Bei der früh
einsetzenden Dämmerung hatte sich auf dem Festplatz vor dem Freizeitzentrum also
nahezu ein Viertel der Einwohner versammelt. Sie standen in Gruppen zusammen und
tauschten die neuesten Geschichten aus oder nutzten diese Gelegenheit, um
Nachbarn und Freunden ein glückliches neues Jahr zu wünschen. Die Kameraden der
ortsansässigen freiwilligen Feuerwehr hatten da nicht nur bereits einen
Scheiterhaufen aufgebaut, sondern auch Vorkehrungen für das leibliche Wohl
getroffen. Da gab es für diejenigen, bei denen sich nach Mittagessen und
Kaffeetrinken schon wieder erster Hunger eingestellt hatte, herrliche knusprige
Rostbratwürste, bei deren Duft auch mancher schwach wurde, der bis dahin gar
keinen Hunger verspürt hatte. Na, und für ein Bier oder für einen Becher
Glühwein – mit oder ohne Schuss – braucht man keine Signale, dafür findet sich
zwischen Leber und Milz immer ein freies Plätzchen. |
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Im Westen, in Richtung
Hangelsberg, hatte sich die Sonne gerade verabschiedet. Ihr letztes Licht hatte
den Horizont in einem schmalen Streifen orange gefärbt. Am dunkler werdenden
Himmel leuchteten schon einige helle Sterne, darunter sicher auch die Venus, der
Abendstern. Vielleicht waren es aber nur Flugzeuge im Landeanflug auf Schönefeld
oder Tegel. Doch ich wette, die meisten hatten jetzt nur noch einen Blick für
die Flammen, die durch das trockene Nadelholz kräftig aufloderten, nachdem die
Kameraden der FFW Beerfelde es auf den gerade entzündeten Haufen geworfen
hatten. Der Wind kam aus nordwestlicher Richtung und blies die Funken über den
Barschpfuhl. Also versammelte man sich im Halbkreis auf der gegenüberliegenden,
dem Wind zugewandten, Seite des Feuers. Mancher Kamerad der FFW wird beim Blick
in die Flammen froh gewesen sein, dass sie nicht von einem brennenden Haus,
einer Scheune oder einem Waldstück herrührten, und vielleicht hat auch der Eine
oder Andere beim Anblick der in den Flammen verzehrenden Bäume an das viele Geld
gedacht, was ein solcher Baum mittlerweile kostet und nun endgültig in Rauch
aufgeht, vielleicht aber auch mit Wehmut an die zurückliegenden und nun leider
endgültig zu Ende gegangenen Feiertage.
Aber, wie gesagt, der Termin für
das nächste Weihnachtsbaumverbrennen steht schon fest. Wir können uns darauf ein
ganzes Jahr freuen; es sei denn, diese Veranstaltung muss ausfallen, weil die
Bäume dann so teuer geworden sind und man sich einen geschmückten Nadelbaum zu
Weihnachten nicht mehr leisten kann. |
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Hans-Joachim Aschenbrenner |
Fotos:
K.-D. Pooch |
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